Bucht von Arone (Richtung Süd-West)

Paddelrevierinfo West-Korsika

nördlicher Westen, Galéria - Sagone

all below satellite photographs copyright protected by NASA (National Aeronautics and Space Administration) http:\\worldwind.arc.nasa.gov

 

 

Die zwischen Galéria und Sagone ist sicher eine der reizvollsten überhaupt. Unberührte Landschaften, Natur (UNESCO-geschützt), Steilküste und Buchten.

Gelegentliche Häfen oder Buchten bieten Schutz und Verpflegung.

Anreise:
Die üblichen Fähren fahren von Italien und Frankreich zu den korsischen Fährhäfen. Besonders bieten sich hier Calvi und Ajaccio an. Achtung: wenn man auf eine ganz bestimmte Passage angewiesen ist, hat man Pech im Falle eines technischen Problems: das Schiff fällt einfach aus. Wir hatten z.B. das Auto in Nizza stehen und leider ging über Tage hinweg von Ajaccio nur das Schiff nach Toulon. Mit dem Boot an der Hand.... wie kommt man von Toulon nach Nizza, auch noch abends/nachts um 10h? Mit dem Auto ja keine Problem.

Beste Reisezeit:
April bis Juni, dann September bis in den Herbst, je nach Stürmen. Juli August sind wie üblich in F zu überlaufen. Außerdem ist es tendenziell heiß.

Routen:
Die gesamte Küste bietet sich an, entweder Gepäcktouren zu unternehmen oder auch von einem Ort aus Ausflüge zu fahren. Hierfür ist z.B. Porto sehr gut. Seit Jahren fahre ich selbst typischer Weise von unserem Haus in Cargèse los.

Die Gegend ist bei Starkwind oder Wellen nicht zu unterschätzen. V.a. die Kaps um die Scandola aber auch Capu Rossu. Hier wird es gegebenenfalls schnell gnadenlos; v.a. die Scandola oder Capu Rossu werden praktisch unpassierbar.
 

  Karten:
Am besten sind die Karten vom IGN, die gibt's praktischer Weise im 25er und 50er Maßstab, sehr gut ist auch die IGN-Karten-Software. Seekarten erübrigen sich. Google-Earth oder die NASA (World-Wind) ist in dieser Gegend noch schwach.

Trinkwasser, Essen:
Die Versorgung aus dem korsischen Trinkwassernetz ist am einfachsten und sichersten. Beim Biwakieren sollte man sich sicher sein, dass nicht oberhalb eine Ortschaft oder Viehhaltung ist. (Das Wasser, das zum Beispiel am Ficaghiola-Strand rauskommt, führt sicher zu Durchfall oder auch Fieber - je nachdem, wer gerade oben in Piana hineingeschissen hat ...
In den unten genannten Orten kann man überall Proviant kaufen.
Im Gegensatz zu anderen Mittelmeergegenden ist der korsische Westen noch relativ fischreich.

Strömungen:
an den Kaps kommt es immer wieder mal zu Gezeiten-bedingten geringen Strömungen, die mit gegenläufigen Winden zu Kappelwasser führen. Ist nicht schlimm. Lediglich in der Bucht von Porto kann es ab und zu mal vorkommen, dass man spürt, wenn das ganze Wasser rein oder raus muss.

Weiter im Süden, um das Feno-Kap und die Iles Sanguinaires herum kann es jedoch häufig abwechslungsreicher werden: Winde mit Düseneffekten knallen da oft auf gegenläufigen Wellengang und/oder Strömung J

Wetter:
meistens schön
J, bis auf manchmal ... Achtung auf Mistral-bedingte Wetterlagen. Da reißt es einen durchaus "vom Wasser". Mit etwas Verzögerung kommt es auch zu ordentlicher See. Im Frühjahr kann die auch längere Zeit stehen. Achtung auf Seenebel, habe ich immer wieder mal erlebt (Kompass!!).
Die DWD-Meldungen, die man per SMS bekommen oder abonnieren kann, sind typischerweise verlässlich.


Bucht von Porto: sehr schön!

 

Übernachtung - Zeltplätze:

Galéria:
vom Hafen mit dem Wägelchen sind es etwa 10 Minuten. Links halten und dann beim Bach rechts.

Gaststätten im Ort: nicht viel, aber gut und nicht teuer.

Porto:
mehrere Zeltplätze - der kommunale Platz in Porto ist vom Hafen (Einfahrt rechts des Turmes) nur wenige Minuten entfernt, auf Meereshöhe. Hat der jedoch zu, muss man die Straße hochziehen und Richtung Ortsmitte gehen. Etwa halbe Std. Nach der Tankstelle links, kurz nach der Brücke über den Bach ist dann rechts der nächste der vier verfügbaren. Allesamt brauchbar.

Gaststätten im Ort: breite Auswahl, preislich nicht sehr attraktiv.

Arone-Strand:
500 m hinter dem Strand (Strandmitte) die Straße hinauf, dann links. Auch brauchbar. In Zeiten wenn der "offizielle" Zeltplatz noch zu hat, bietet die erste Bar an der Straße auch Gelegenheiten auf dem eigenen Parkplatz.

Gaststätten "im Ort": einen Ort gibt es ja nicht in dem Sinne. Mitte und NW-Ende des Strandes kann man gut essen. Die ehemals richtig ruhige Ecke wird ab Juni immer mehr von v.a. deutschsprachigen Touristen bevölkert. Ist aber immer noch traumhaft.

 

Cargèse:
Da gibt es einen Zeltplatz (Les Hauts de Torraccia), der ist aber definitiv zu weit vom Wasser weg. Vom Chiuni-Strand wie auch vom Peru-Strand aus sind es mindestens 100 Höhenmeter und mehrere km, außerdem liegt der Platz fett an der Hauptstraße.

Gastronomie in Cargèse: hervorragend: fängt am Hafen unten an und im Ort oben gibt es alles.

Sagone:
Der nächste mögliche. Ziemlich rechts (Süd) des Liamone-Strandes anlanden und dann am besten die kleine Straße, etwa 700 m (Richtung Ost) hinaufziehen: es gibt auch einen kleinen Weg, unten weg, den zu finden, wann man gerade ausgestiegen ist, ist schlecht. Der Platz ist OK

Gaststätten "im Ort": wo der Zeltplatz liegt, ist nichts, außer dem Platz, der über die Jahre in wechselnder Regie aber meist von Deutschen betrieben wird. Nur an der Liamone-Mündung eine kleine Cabane. Die ist nicht besonders...

 

Sonstige Übernachtungen:

bis Chiuni gibt es v.a. Steilküste. Scandola, Capu Rossu sind berauschend. Zum Übernachten gibt es bei ruhiger See immer wieder Buchten.

Lediglich die Bucht von Elbo bietet sich bei stürmischer See an. Wie auch die Girolata. Rauskommen kann man jedoch an den meisten Stränden. Viele sind geschützt, je nach Laufrichtung der Wellen. Nur das Übernachten ist in direkter Wassernähe dann fragwürdig.

Strand von Ficaghiola: ist bei Auto-Touristen sehr beliebt, pittoresk zum Hinfahren, mit dem Boot ist es etwas weiter westlich viel schöner. Östlich davon, in Sichtweite von Porto ist der kleine Port de Castagna mit einer gemauerten Mole.

 


Golfe de Porto (Richtung NordNordOst)

Wanderungen

Bei schlechtem Wetter bietet sich die Küste hervorragend für Wanderungen an: in der Girolata kommt der Mare-e-Monti ans Wasser, genauso wie in Cargèse. Dazwischen ist der Marsch auf das Capu Rossu für einen Paddler ein Höhepunkt - im wahrsten Sinne des Wortes - genauso wie eine Wanderung auf den Capu d'Ortu. Zur Hauptsaison und während der Pfingstferien (BY, B.W.) ist das natürlich alles fest in Touristenhand.

Von manchen kleinen Buchten ist das Wegkommen wegen der Macchia aber praktisch unmöglich.

Seenebel v Capu Rossu Richtung Süd

 

Zurück zum Tourbericht:

Korsika, Calvi - Ajaccio Ì

 

Weitere Seekajak-Touren:

Kroatien (Kvarner), Rijeka -> Zadar

Sardinien, Olbia - Arbatax    (Ladezeit: viele Bilder)

Follonica - Elba

Ligurien, Genua - La Spezia

Banc d'Arguin / Bassin d'Arcachon

 

Ì

 

     Korsische Lebensmittel und Spezialitäten

all above satellite photographs copyright protected by NASA (National Aeronautics and Space Administration) http:\\worldwind.arc.nasa.gov